Die Waschbären auf dem Gnadenhof
Robbie
Unser Robbie stammt aus der Zucht eines Studenten, der ihn dann vor einer Messehalle ahnungslosen Passanten als putziges Haustier verkaufte. Die neuen Waschbärenhalter stellten dann aber bald est, dass Waschbären Wildtiere sind und sich nicht als Haustiere eignen. Man kann sie nicht domestizieren. Sie werden niemals zu Schmuseböären und Kuscheltieren. Sie werden nicht zahm und, dank ihrem ausgeprägten Spieltrieb zerlegen sie früher oder später die Wohnung auf der Suche nach Futter und Unterhaltung. So landete dann auch Robbie letztlich bei uns auf dem Gnadenhof, da er in einer Wohnung nicht gehalten werden kann. Als nachtaktives Tier schläft Robbie normalerweise am Tag. Besucher brauchen viel Glück um ihn zu Gesicht zu bekommen. Meist hört man nur sein Schnarchen aus dem Waschbärhäuschen.
Wenn er mal wach ist spielt Robbie gerne.
Danach muss natürlich feste gefuttert werden. Spielen macht hungrig.
Der nächste, logische Schritt ist ganz klar - Robbie geht schlafen.
Warum Waschbären keine Haustiere sind
In den letzten Jahren hat die Anzahl von Waschbären die von verweifelten Besitzern an Tierschutzorganisationen abgegeben wurden erheblich zugenommen.
Diese Menschen wußten nicht, dass Waschbären nicht als Haustiere geeignet sind und haben einen, oder zwei dieser putzigen Gesellen als Babies zu sich in die Wohnung oder das Haus genommen.
Das geht dann eine kurze Zeit lang gut, bis sich herausstellt, dass aus den süßen Kleinen sehr schnell große, dicke Waschbären werden, die einen äußerst eigensinnigen Charakter haben. Sie werden nicht zahm und da Waschbären einen ausgeprägten Spieltrieb haben zerlegen sie die Wohnung auf der Suche nach Futter und Unterhaltung. Spätestens dann wollen die Besitzer sie wieder loswerden.
Waschbären sind Wildtiere!
Man kann sie nicht domestizieren. Sie werden niemals zu Schmusebären und Kuscheltieren. Das Schlimme ist, dass Waschbären, die an den Menschen gewöhnt sind auch nach ihrer Freisetzung keinen Abstand von fremden Menschen halten und ihr Futter lieber in der Nähe von Häusern in Abfalltonnen suchen da es dort für sie leichter zu erreichen ist als in der Wildnis. Waschbären erinnern sich an Futterplätze und kehren immer dorthin zurück. Sie werfen Mülleimer um und reißen gelbe Säcke auf, kurz - sie verwüsten den Ort wo sie Futter finden. Deshalb werden sie dann oft von Menschen verfolgt und liquidiert. Gewöhnen Sie Waschbären nicht an Menschen - Sie tun ihnen damit nichts Gutes.
Es liegt in Ihrer Verantwortung
Bitte lassen Sie sich nie ein Waschbärbaby andrehen. Sie nehmen ihm damit die Chance auf ein artgerechtes Leben im Wald. Und Sie werden keinen Spass an Ihrem neuen Hausgenossen haben. Waschbären beißen, auch wenn Sie noch so niedlich erscheinen. Je größer sie werden, desto unangenehmer wird ihnen das Leben in der Gefangenschaft und desto aggressiver und unleidlicher werden sie.
Informationen über Waschbären und die rechtliche Lage bekommen Sie bei uns, animal hope e.V. Felicia Ruhland oder auf der Internetseite von Ingo Bartussek: www.diewaschbaerenkommen.de.
Die dortige Unterseite www.diewaschbaerenkommen.de/html/waisenkinder.html möchten wir ganz besonders empfehlen. Dort wird das Thema "Waschbären als Haustiere" ausführlich behandelt.
Weiterer Ansprechpartner bei Fragen zu Waschbären ist der Experte Dr.med.vet.B. Böer. Er ist zu erreichen über Email: Bernhard.Boeer@t-online.de.
